Mallorca und ich

Nun sind wir schon fast ein ganzes Jahr auf der Insel.

In dieser Zeit ist wahnsinnig viel passiert – weshalb mir auch einfach die Zeit gefehlt hat, regelmäßig zu schreiben.

Wir haben uns alle gut eingelebt; Kind in der Schule, Mann im Job, ich im mittlerweile neuen Job. Auch wenn es die eine oder andere Gelegenheit gab, bei der ich dachte: „warum hab ich mir das alles angetan?!“ bereue ich den Schritt nicht eine Sekunde und würde es immer wieder tun.  Spanien hat uns mit offenen Armen empfangen – wir haben hier durchweg nette, offene und vorurteilsbefreite Menschen kennengelernt.

Ich besuche einmal in der Woche meine mittlerweile zur Freundin gewordene Spanischlehrerin Isa, um meine Sprachkenntnisse zu erweitern, was erstaunlich gut funktioniert. Aber ich merke schon, dass mir manches nicht so leicht in den Kopf möchte wie in Kindertagen, als ich Englisch gelernt habe. Französisch war da schon wieder eine andere Geschichte ;-D

Der Schritt wegzuziehen war eigentlich gar nicht so wahnsinnig schwer. Klar, das war alles super aufregend… wann habe ich z.B. schon mal den LKW im Hof stehen, der meine Möbel 2000km weit weg fährt? Oder die Zeit der Vorbereitung auf Tag X, jeden Tag hundert Dinge zu tun zu haben, die erledigt werden wollen, dann haben wir alles geschafft und doch vieles nicht bedacht. Ämter sind hier beispielsweise eine Sache für sich. Da habe ich mir tatsächlich das eine oder andere Mal die deutsche Bürokratie zurückgewünscht. Hier meint man manches Mal, dass das eine Amt nicht weiß was das andere tut und wofür es selbst überhaupt zuständig ist. So habe ich mein Auto in einer Odyssee aus Anträgen, Fahrten und Besuchen in Werkstätten und ITV (das ist hier der TÜV) in nur wenigen Monaten umgemeldet 😀 In Deutschland habe ich dafür eine halbe Stunde beim Straßenverkehrsamt gesessen. Naja. Dafür entschädigt aber das neue Lebensgefühl. Wer hätte gedacht, dass wir uns hier schon so bald SO heimisch fühlen könnten?

Im Moment haben wir hier auch Winter und es ist kühl, wie ihr es in anderen Teilen Europas auch habt. Gerade fangen die ersten Mandelbäume an zu blühen und läuten gaaaanz vorsichtig den Frühling ein. Und das Anfang Februar! Nachdem der Januar hier schrecklich kalt war (es hat sogar bei uns geschneit!), es stürmisch war und so manche Straße für mehrere Tage wegen Überschwemmungen nicht befahrbar war, uns mehrfach der Strom ausfiel und die feuchtkalte Luft durch jede Mauerritze ins Haus zog freuen wir uns wahnsinnig auf wärmere Tage. Und die sollen jetzt auch bald kommen!

Mich fragen häufig Freunde, ob ich mir vorstellen kann, wieder in mein Heimatland zurückzukehren. Gerade kann ich das absolut nicht. Man kann natürlich nicht wissen, ob das aus bestimmten Gründen (über die ich gar nicht nachdenken möchte) irgendwann mal notwendig werden könnte. Aber wer weiß, vielleicht leben wir in einigen Jahren schon wieder ganz woanders auf der Welt? Es gibt so viel zu sehen, zu entdecken, fremde Kulturen kennen zu lernen, neue Küchen zu erschmecken… ❤

Und da kommen wir auch gleich zum eigentlichen Thema meines Blogs: Essen. Ich gelobe feierlich in Zukunft wieder Rezepte zu veröffentlichen. Nachdem ich auf Facebook schon erfragt habe, was euch kulinarisch so interessiert, gab es einige verschiedene Vorschläge. Weil ja gerade die Mandelblüte beginnt, würde ich euch gern mit dem nächsten Post einen spanischen Mandelkuchen, den Gato de Almendras, backen und vorstellen. Riecht ihr schon das Aroma, das aus der Küche zu euch herüberströmt?

Bis zum Mandelkuchen ❤

Eure Anke

 

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